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Die EU-Kommission hat den von vielen Unternehmen lang ersehnten Angemessenheitsbeschluss gemäß Art. 45 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für Großbritannien erlassen. Damit bescheinigt die EU-Kommission dem Vereinigten Königreich ein angemessenes Datenschutzniveau im Sinne der Datenschutzgrundverordnung. Dies vereinfacht nach dem Brexit den Datentransfer. Seit diesem galt Großbritannien als Drittland und jede Datenübermittlung musste zusätzlich mit EU-Standardvertragsklauseln abgesichert werden. Denn Datentransfers in Drittländer sind nur zulässig, wenn geeignete Garantien (Art. 44 ff. DSGVO) ein angemessenes Datenschutzniveau in diesem Land sicherstellen.

 

Eine Datenübermittlung nach Großbritannien kann nach dieser Entscheidung der EU-Kommission nun auf Grundlage des Angemessenheitsbeschlusses erfolgen; weitere Maßnahmen zum Schutz der Daten im Sinne des Art. 46 DSGVO müssen folglich nicht mehr ergriffen werden.

 

Wenn Sie einen Auftragsverarbeiter in Großbritannien einsetzen reicht folglich wieder der alleinige Abschluss eines Vertrages zur Auftragsverarbeitung aus.

 

Dr. Bettina Kraft

 

Teamleitung und Senior Consultant für Datenschutz

 

Volljuristin

Nachdem Großbritannien die EU zum 31.01.2020 verlassen hat und die anschließende Übergangsphase zum 31.12.2020 endete, wurden Unternehmen erneut vor die Frage des richtigen Umgangs beim Datentransfer mit Großbritannien gestellt.

 

Situation ab 01.01.2021

 

Am 24.12.2020 hat Großbritannien mit der EU das EU- UK Handels- und Kooperationsabkommen vereinbart (Zustimmung des Europaparlaments noch ausständig), worin eine neue Übergangsphase vereinbart wurde.

 

Das Abkommen besagt, dass unter den derzeitig geltenden Datenschutzregelungen Großbritanniens Datenübermittlungen zwischen Großbritannien und EU- Mitgliedsstaaten nicht als Datenübermittlungen in Drittstaaten angesehen werden.

 

Das bedeutet für Unternehmen mit Sitz innerhalb der EU, dass für die Datenübermittlung mit Großbritannien keine zusätzlichen Vereinbarungen geschlossen werden müssen. Es kann vorerst so verfahren werden wie bei Datentransfers innerhalb der EU.

 

Das Abkommen gilt zunächst für 4 Monate ab in Kraft treten und kann automatisch um zwei weitere Monate verlängert werden, wenn seitens der Vertragsparteien keine Einwände bestehen.

 

Situation nach Ablauf des Abkommens

 

Nach Ablauf des Abkommens ist Großbritannien dann aus datenschutzrechtlicher Sicht ein Drittstaat, für den die besonderen Regelungen der Art. 44 bis 49 DSGVO gelten. Um weiterhin unproblematisch den Datenaustausch zwischen den Partnern zu gewährleisten wäre es wünschenswert, wenn Großbritannien ebenso als „Drittland mit angemessenem Schutzniveau“ eingestuft würde wie etwa die Schweiz. Bis zum Ende der Übergangsfrist sollte die EU-Kommission über einen Angemessenheitsbeschluss gem. Art. 45 DSGVO entscheiden.

 

Sofern es bis zum Ablauf der Übergangsfrist noch keinen Angemessenheitsbeschluss für Großbritannien geben sollte, müssen Datentransfers entsprechend abgesichert werden (Bsp. Standarddatenschutzklausel, Binding Corporate Rules).

 

Fazit

 

Zunächst müssen aus datenschutzrechtlicher Sicht keine unmittelbaren Maßnahmen eingeleitet werden, wenn im Unternehmen Daten mit Großbritannien ausgetauscht werden. Allerdings sollte das Bewusstsein geschaffen werden, dass das Land zukünftig als Drittstaat gelten kann, um im Zweifelsfall rasch auf die veränderte Situation reagieren zu können.

 

Laura Piater

 

Justiziarin

 

Consultant für Datenschutz

Reaktion von Microsoft auf die Empfehlungen des Europäischen Datenschutzausschusses in Folge des „Schrems II“-Urteils des EuGH

 

Seit der EuGH in seinem „Schrems II"-Urteil das „Privacy Shield“ zwischen der EU und den USA gekippt hat, kann eine Datenübermittlung in die USA nicht mehr hierauf gestützt werden. Wir haben hierüber bereits berichtet (siehe Blog-Beitrag "EU-US-Datenschutzvereinbarung „Privacy Shield“ ungültig").

Einzig praktikable Möglichkeit zur Absicherung der Datenübermittlung in die USA ist derzeit der Abschluss der EU-Standardvertragsklauseln mit dem Datenimporteur. Allerdings müssen hierbei zusätzlich weitere Maßnahmen ergriffen werden, um ein Datenschutzniveau, das dem innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums entspricht, sicherzustellen. In diesem Zusammenhang hat der Europäische Datenschutzausschuss am 11.11.2020 Empfehlungen für Transfer- und Überwachungsmaßnahmen im Rahmen des internationalen Datentransfers ausgesprochen.

 

Als Reaktion auf diese Empfehlungen hat Microsoft in einem Anhang zu den Standardvertragsklauseln („Additional Safeguards Addendum to Standard Contractual Clauses“ – abrufbar unter https://aka.ms/defendingyourdataterms) neue Datenschutzmaßnahmen festgelegt, die neben den bereits implementierten Maßnahmen zum Einsatz kommen sollen und nach Angaben von Microsoft die Empfehlungen des Europäischen Datenschutzausschusses sogar übersteigen:

 

  • Microsoft verpflichtet sich dazu, jede Anfrage einer staatlichen Stelle nach Daten seiner Kunden anzufechten, wenn es dafür eine rechtliche Grundlage gibt.
  • Microsoft gewährt Nutzern seiner Kunden, deren Daten aufgrund einer Anfrage einer staatlichen Stelle unter Verletzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) von Microsoft offengelegt werden mussten, eine finanzielle Entschädigung.

 

 

Geltung nur für Unternehmenskunden und Kunden aus dem öffentlichen Sektor

 

Zu beachten ist, dass die neuen Maßnahmen nur für Unternehmenskunden und Kunden aus dem öffentlichen Sektor gelten sollen. Privatkunden sind demnach hiervon nicht erfasst.

 

 

Zumindest teilweise positive Rezeption durch die Aufsichtsbehörden

 

Zwar wird durch die neuen Datenschutzmaßnahmen von Microsoft die bei der Datenübermittlung in die USA problematische Möglichkeit des Zugriffs von amerikanischen Behörden auf personenbezogene Daten nicht verhindert. Dennoch werden sie zumindest von den bayerischen, baden-württembergischen und hessischen Aufsichtsbehörden honoriert, die die Bereitschaft von Microsoft, europäische Datenschutzstandards einzuhalten, und die dahingehende Anpassung der Verträge begrüßen.

 

 

Fazit

 

Da die neuen Maßnahmen von Microsoft zwar einen Schritt in die richtige Richtung darstellen, jedoch letztlich die Problematik des Drittlandtransfers nicht abschließend lösen, sind Unternehmen gut damit beraten, die sich bei der Verwendung von Microsoft-Produkten ergebenden Risiken im Rahmen einer Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) abzuwägen.

 

 

Bettina Förster

 

Consultant für Datenschutz

Situation nach Schrems II-Urteil des EuGH

Nach dem Schrems II- Urteil des EuGH vom 16. Juli 2020, Rechtssache C-311/18, ist es gängige Praxis geworden, dass Unternehmen EU-Standarddatenschutzklauseln abgeschlossen haben, um einen Datentransfer in einen Drittstaat entsprechend abzusichern. Doch auch dieses Vorgehen verursachte bisher Unsicherheiten bei den Unternehmen, da nicht klar war, ob und welche zusätzlichen Maßnahmen getroffen werden müssen, um das gleiche Datenschutzniveau wie in den EU-Mitgliedsstaaten gewährleisten zu können.

Empfehlungen des European Data Protection Board (EDPB)

Am 11.11.2020 hat das EDBP hierauf reagiert und Empfehlungen für Transfer- und Überwachungsmaßnahmen im Rahmen des internationalen Datentransfers veröffentlicht.

Um herauszufinden, ob Datenexporteure zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen, um einen sicheren Datentransfer in Drittstaaten zu gewährleisten, soll gemäß EDPB wie folgt vorgegangen werden :

  1. Welche Datenübermittlungen in Drittstaaten liegen im Unternehmen vor?
    Beispiel: Archivierung von personenbezogenen Daten auf Servern eines Dienstleisters mit Sitz in einem Drittstaat.
  2. Auf welche Garantie stützt sich das Unternehmen bei der Datenübertragung gem. Art. 46 DSGVO?
    Beispiel: SCC oder Binding Corporate Rules.
  3. Beurteilung des eingesetzten Übertragungsinstruments unter Berücksichtigung aller Umstände der Datenübertragung auf seine Wirksamkeit hin.
    Beispiel: Im Rahmen des Schrems II Urteils des EuGH wurde festgestellt, dass die Zugriffsrechte der Behörden unter Abschnitt 702 der US-FISA nicht auf das notwendige beschränkt sind und damit dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz der DSGVO widersprechen.
  4. Festlegung zusätzlicher Maßnahmen (technische, organisatorische oder vertragliche Maßnahmen).
    Beispiel: Pseudonymisierung oder Verschlüsselung der übertragenen personenbezogenen Daten.
  5. Weitere Verfahrensschritte für die zusätzlich festgelegten Maßnahmen.
    Beispiel: Zusätzliche vertragliche Vereinbarungen zur Umsetzung der zusätzlich festgelegten Sicherheitsvorkehrungen müssen getroffen werden (Bsp. Aufbewahrung des Entschlüsselungscodes), welche den SCC nicht entgegen stehen dürfen und das Schutzniveau der DSGVO einhalten.
  6. Überwachung und Bewertung des Datentransfers in regelmäßigen Abständen.
    Beispiel: Es ist wurde ein Prozess implementiert, der die Datenübertragung in das Drittland stoppt, sobald Änderungen in der Gesetzgebung des Drittlandes dazu führen, dass die festgelegten Sicherheitsmaßnahmen zur Datenübertragung nicht mehr ausreichend sind.

Im Whitepaper des EDPB wird nach wie vor festgehalten, dass Unternehmen selbst für die Datensicherheit verantwortlich sind und nicht jede Datenverarbeitung in einem Drittstaat entsprechend abgesichert werden kann.

Entwurf für neue Standarddatenschutzklauseln (SCC) der Europäischen Kommission

Auch die Europäische Kommission hat am 13.11.2020 auf das Schrems II-Urteil reagiert und einen Entwurf über neue SCC veröffentlicht.


Die nachfolgenden Regelungen sind nun explizit in dem Entwurf der neuen SCC enthalten:

  1. Die Einhaltung der SCC soll nicht durch die Rechtslage des Bestimmungslandes vereitelt werden
  2. Die Informationspflicht gegenüber der betroffenen Personen bei Anfragen von Behörden besteht weiterhin.
  3. Es werden Rechtsmittel zur Anfechtung der Entscheidung eingelegt, sofern betroffene Personen bei behördlichen Maßnahmen nicht benachrichtigt werden dürfen.

Derzeit befinden sich die neuen Klauseln noch in der öffentlichen Konsultation und sind noch nicht von der Europäischen Kommission angenommen worden.

Fazit

Unternehmen sind gut damit beraten, die weiteren Entwicklungen hinsichtlich SCC und dem internationalen Datentransfer im Auge zu behalten. Es sollten entsprechende Prozesse für den internationalen Datentransfer im Unternehmen implementiert werden, welche sich an den Vorgaben des EDPB orientieren.

Laura Piater

Justiziarin

Consultant für Datenschutz

Schrems II Urteil des EuGH

 

Nachdem der EuGH mit seinem Urteil vom 16. Juli 2020, Rechtssache C-311/18 — „Schrems II“ den EU – U.S. Privacy Shield für unwirksam erklärt hat, genügt die Teilnahme am U.S. Privacy Shield nicht mehr, um innerhalb der EU als datenschutzkonform zu gelten.

 

Schweizer Bundesbeauftragte für Datenschutz und Information (FDPIC) prüft Swiss- U.S. Privacy Shield

 

Zwar ist die Schweiz nicht Mitglied der EU und daher nicht an das Urteil des EuGH gebunden. Dennoch wurde der Swiss- U.S. Privacy Shield nun vor dem Hintergrund des EuGH Urteils neu bewertet. In seinem Positionspapier vom 08.09.2020 kommt der Schweizer Bundesbeauftragte für Datenschutz und Information (FDPIC) zu dem Schluss, dass auch der Swiss- U.S. Privacy Shield kein angemessenes Sicherheitsniveau für den Datenaustausch zwischen der Schweiz und der USA bietet.

 

Einschätzung desSchweizer Bundesbeauftragte für Datenschutz und Information (FDPIC)

 

Seit dem 11.01.2017 gilt die USA bei der Schweiz als Land mit „angemessenem Schutzniveau unter bestimmten Umständen“. Das bedeutet, dass Datentransfers bzgl. personenbezogener Daten zwischen der Schweiz und U.S. Unternehmen, welche sich für den Swiss- U.S. Privacy Shield zertifizieren haben lassen, als geschützt gelten.

 

Doch auch der Schweizer Bundesbeauftragte für Datenschutz und Information (FDPIC) bemängelt in dem Positionspapier vom 08.09.2020 unter anderem den Zugriff auf personenbezogene Daten durch die U.S. Behörden. Betroffene Personen aus der Schweiz haben demnach keine ausreichend durchsetzbaren Rechte in den USA. Dies gilt umso mehr, nachdem die Wirksamkeit des Ombudsmann- Prinzips, welches einen Rechtbehelf innerhalb der USA zusichern soll, mangels Transparenz nicht eingeschätzt werden kann. Zudem fehlen hinreichende Garantien der USA hinsichtlich der Beschränkung des Zugriffsrechts der U.S. Behörden auf personenbezogene Daten. Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Information (FDPIC) erklärt im Positionspapier weiter, dass ein solcher Eingriff durch U.S. Behörden in die Privatsphäre und die informationelle Selbstbestimmung der betroffenen Personen in der Schweiz vor diesem Hintergrund gegen die Grundsätze der rechtmäßigen Bearbeitung von personenbezogener Daten im Sinne des Schweizer Datenschutzgesetzes verstößt.

 

Hat die Einschätzung desSchweizer Bundesbeauftragte für Datenschutz und Information (FDPIC) Auswirkungen auf den Swiss- U.S. Privacy Shield?

 

Die Einschätzung des Schweizer Bundesbeauftragte für Datenschutz und Information (FDPIC) hat keinen direkten Einfluss auf die Anwendung des Swiss- U.S. Privacy Shield. Derzeit gibt es hierzu auch noch keine Rechtsprechung der Schweizer Gerichte. Es bleibt daher ungewiss, ob ein Zugriff der U.S. Behören auf personenbezogene Daten beim internationalen Datentransfers mit dem Schweizer Datenschutzgesetz konform ist.

 

Fazit

 

Zwar wurden im Positionspapier vom 08.09.2020 bereits Handlungsstrategien für betroffene Unternehmen veröffentlicht, wie zum Beispiel die Benutzung der EU Standarddatenschutzklauseln. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um eine Empfehlung und keine zwingend einzuhaltende Vorgabe.

 

Letztlich können sich Schweizer und U.S. Unternehmen daher derzeit noch weiterhin auf den Swiss- U.S. Privacy Shield berufen.

 

Laura Piater

 

Justiziarin

 

Consultant für Datenschutz

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 29.07.2019 über die Konsequenzen einer Einbindung des Facebook-Like-Buttons auf der Website entschieden. Seitenbetreiber müssen die Nutzer in diesem Fall informieren und deren Einwilligung einholen.

 

Schon lange findet man den Like-Button als Social-Media-Plugin auch auf Webseiten außerhalb von Facebook. Die Seitenbesucher können dadurch ihre Meinung kundtun und Inhalte schnell und unkompliziert auf Facebook teilen.

 

Das Problem am Like-Button ist, dass die Website, auf der er eingebunden ist, Daten an Facebook überträgt – und zwar mit Öffnen der Website und unabhängig davon, ob der Like-Button betätigt wird oder man überhaupt bei Facebook angemeldet oder registriert ist. Zu diesen Daten gehören z.B. die IP-Adresse und Cookies.

 

Der EuGH hat sich nun mit der Frage beschäftigt, wer für den Like-Button verantwortlich ist, und hat sich – ähnlich wie bei seiner Entscheidung zu Facebook-Fanpage-Betreibern – für eine gemeinsame Verantwortlichkeit von Facebook und dem Webseitenbetreiber entschieden. Denn der Seitenbetreiber und Facebook entscheiden auch gemeinsam über die Mittel und Zwecke des Datentransfers. Dies gilt allerdings nur für die Erhebung und Übermittlung der Daten an Facebook, nicht jedoch für die spätere Datenverarbeitung durch Facebook.

 

Konsequenz dieses Urteils ist, dass die Webseitenbetreiber die Seitenbesucher hinsichtlich dieser Datenerhebung und -übermittlung informieren und deren Einwilligung diesbezüglich einholen müssen. Dies kann beispielsweise durch ein Pop-Up geschehen, das auf die Datenschutzerklärung verweist und in dem die Seitenbesucher explizit die Social-Media-Funktionen aktivieren können.

 

Auch andere Anbeiter, wie z.B. Google, Twitter oder Pinterest, bieten solche Social Plugins an. Aufgrund des EuGH-Urteils sollten auch in diesen Fällen die Seitenbesucher entsprechend informiert und deren Einwilligung eingeholt werden. Andere Plugins, die ähnlich funktionieren, z.B. von Werbeanbietern, dürften davon ebenfalls betroffen sein.

 

Julia Eisenacher
Juristin (Univ.)
Consultant für Datenschutz

Einleitung

 

Wer international agiert, muss beim Transfer der Daten besondere Vorkehrungen gem. Art. 44 ff. DSGVO beachten. Die Kommission unterstützt die Unternehmen hierbei: Bestimmte Länder dürfen sich mit einem sog. Angemessenheitsbeschluss schmücken, d.h. der Transfer in diese Länder wird ebenso behandelt, wie wenn die Daten innerhalb der Union ausgetauscht werden.

 

Aus aktuellem Anlass wollen wir auf drei Länder besonders verweisen.

 

Japan

 

Die Europäische Kommission hat einen neuen Angemessenheitsbeschluss erlassen, wonach Japan ein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt wird. Aufgrund eines neuen Abkommens wurden in Japan zusätzliche Garantien eingeführt, die nun gewährleisten, dass sämtliche personenbezogene Daten einem Schutz unterliegen, der den europäischen Standards entspricht. Ein Datentransfer nach Japan ist nunmehr ohne weitere zusätzliche vertragliche Absicherung hinsichtlich der Datenübermittlung in Drittstaaten möglich.

 

Groß-Britannien

 

Ganz anders sieht es mit Groß-Britannien und dem bevorstehenden Brexit aus. Ein No-Deal-Brexit würde auch für den Datenschutz einen „no-Deal“ bedeuten, mit der Konsequenz, dass der Datentransfer ins Königreich nicht mehr ohne zusätzliche Absicherung möglich wäre. Da nicht damit zu rechnen ist, dass die Kommission im Falle eines No-Deal-Brexits umgehend einen entsprechenden Angemessenheitsbeschluss erlässt, sollten sich die Unternehmen vorsorglich darauf einstellen, mit ihren Vertragspartnern sicherheitshalber einen Vertrag aufgrund der Standardvertragsklauseln abzuschließen. Ansonsten wäre eine Datenübermittlung nach Groß-Britannien unrechtmäßig.

 

Schweiz

 

Unklar ist derzeit noch, wie es hinsichtlich des Schweizer Datenschutzrechts aussieht. Zwar existiert (noch) ein Angemessenheitsbeschluss der Kommission. Allerdings bleiben die Schweizer Regelungen in vielen Fällen noch hinter den Regelungen der EU zurück. Die entsprechend geplante Änderung des DSG (Datenschutzgesetz Schweiz) lassen derweil jedoch noch auf sich warten. Wenn die Schweizer Gesetzgebung sich nicht beeilt, droht der Widerruf des Angemessenheitsbeschlusses der Kommission mit der Folge, dass auch hinsichtlich des Datentransfers mit Schweizer Unternehmen die Standard-Vertragsklauseln abzuschließen wären, um einen rechtswidrigen Datentransfer zu vermeiden.

 

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

Céline Lürmann

 

Rechtsanwältin

 

Consultant für Datenschutz

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Einwilligung Einwilligungserklärung Einwilligungserklärungen Einzelfall elektronische Kommunikation elektronische Patientenakte Empfänger Empfehlungen Empfehlungen für Transfer- und Überwachungsmaßnahmen Ende-zu-Ende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Englisch ENISA Entlastung Entsorgung ePA ePrivacy ePVO Erfassung Ergebnisliste Erhebung Erhebung personenbezogener Daten Erhebungsverbot erhöhter Kundenkontakt Ernährung Erwägungsgrund 48 der DSGVO eSafety-Initiative Essenswünsche Ethik ETIAS EU EU Kommission EU-Bürger EU-Datenschutz-Grundverordnung EU-Datenschutzgrundverordnung EU-Mitgliedsstaaten EU-Parlament EU-Richtlinie EU-Standardvertragsklauseln EU-Vertreter EuGH Euratom Europa Europäische Atomgemeinschaft Europäische Aufsichtsbehörde Europäische Kommision Europäische Kommission Europäische Union europäischen Vorschriften Europäischer Gerichtshof European Data Protection Board EWR Exchange-Servern externe Quellen Extra-Bezahlung Extra-Kosten Facebook Facebook-Fanpages Facebook-Pixel 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Sicherheitsvorfälle kritische Infrastrukturen IT-Sicherheitsbeauftragten ISMS Sicherheitswarnung des BSI Sicherung der Daten Siegel Signal Signatur Sitzbereiche Sitzungen Skype Smartphone Social Media Inhalt Social Plugin sofort Handeln Software Software-Entwicklung Sony Sony PSN Soziale Netzwerke soziale Netzwerke Spammails SPD Spectre Speicherdauer Sponsoren Sprache Sprachkenntnis Standarddatenschutzklauseln Standardschutzklauseln Standardvertragsklauseln Standort Statistik Tool Steuer Steuerberater Strafe Strafen Straftaten Strafverfolgung Stresssituation Studenten Suchanfrage Suchdienst Suchmaschine Supercomputer Risikolage supervisory authority Support Swiss IT Security Gruppe Swiss- U.S. Privacy Shield Swiss-US Privacy Shield Synergiepotenziale Systemadministrator Tathandlung Technische & organisatorische Maßnahmen technische & organisatorische Maßnahmen Technische Absicherung Technische und organisatorische Maßnahmen technische und organisatorische Maßnahmen Telefax Telefonanruf 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